WOHLSTAND FÜR ALLE – ZUKUNFT FÜR ALLE

Julia Klöckner sieht Eigenverantwortung als Grundlage von Nachhaltigkeit und fordert zur Sicherung von Lebensqulität für alle vernetztes Denken.

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

Julia Klöckner

Wohlstand für alle – Zukunft für alle, das ist unser Ziel

Nicht allein das Einkommen und materieller Besitz sind für die Lebenszufriedenheit der Menschen wichtig. Deshalb können wir unsere Politik nicht nur am Wachstum des Bruttoinlandsproduktes ausrichten. Wir müssen einen Rahmen setzen, der es den Menschen ermöglicht, so zu leben, wie es gut und richtig für sie ist, und so, dass ihr Handeln nicht auf Kosten anderer und der nachfolgenden Generationen geht. Nur wenn wir auch hier überzeugende Angebote erarbeiten, können wir „die Volkspartei der Mitte“ und die bestimmende politische Kraft in Deutschland bleiben. Die Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren“ nimmt sich der Herausforderung an und ist somit Teil der Zukunftsstrategie der CDU.

Die CDU hat den richtigen Kompass

Die CDU hat mit dem christlichen Menschenbild und der Sozialen Marktwirtschaft den richtigen Kompass. Die Bewahrung der Schöpfung und Zukunftschancen für alle erreichen wir nur, wenn wir die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – wirtschaftlich, sozial, ökologisch – gleichermaßen beachten, wenn wir auf Innovationen und Bildung, auf Eigenverantwortung und Subsidiarität setzen und Freiraum schaffen für das Handeln und die Initiative der Menschen.

Unsere Vision von Nachhaltigkeit ist eine freiheitliche mit Menschenrechten, Demokratie, Solidarität und Eigenverantwortung im Mittelpunkt. Dem haben diejenigen nichts entgegenzusetzen, die eine rein selbstbezogene und materialistische „Wellness-Philosophie“ mit dem verwechseln, was „gutes Leben“ wirklich ausmacht. Und dem haben auch die Grünen, die den Begriff Nachhaltigkeit gerne für sich reklamieren, nichts entgegenzusetzen. Sie verharren in altem Denken und in ihren Standbildern. Ihre Konzepte der Bevormundung müssen scheitern. Symbol dafür ist der „Veggie-Day“.

So arbeitet die Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren“

Die Kommission hat über 45 Mitglieder und Gäste. Wir haben Politiker, Bürgermeister von Städten und Gemeinden, nachhaltig wirtschaftende Unternehmer, Konsum- und Umweltexperten, die Vertreterin eines Kreisbauernverbandes und einen Mediziner berufen. Wir haben Menschen zusammengebracht mit unterschiedlichem Hintergrund, mit unterschiedlichen Erfahrungen, aus verschiedenen Berufen und Altersstufen. Wir wollen neue Wege in der Parteiarbeit gehen und aus alten Denkschienen ausbrechen.

In der ersten Phase der Arbeit haben wir die Themen identifiziert. Dafür haben wir Experten befragt, z.B. Bundesminister Dr. Peter Altmaier, der die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung verantwortet, und Wissenschaftler, die über Lebenszufriedenheit, Glück und Zeitwohlstand forschen. Wir haben einen Open-Space veranstaltet – ein neues Format, bei dem sich nach einem Impulsvortrag aus dem Publikum heraus Arbeitsgruppen bilden und selbstgewählte Themen diskutieren. Auf unserem Parteitag in Köln hatten wir ein Forum mit dem bekannten Arzt und Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen und Matthias Hebeler, der ökologisch korrekte Business-Hemden herstellt. In Intranet CDUplus gab es gleichzeitig eine lebhafte Diskussion unter unseren Mitgliedern.

Breites Themenspektrum

Es haben sich folgende Schwerpunkte herauskristallisiert:

  1. Grundsätze: Wir müssen uns als CDU noch einmal vergewissern: Was meinen wir, wenn wir den inzwischen zum Modewort gewordenen Begriff Nachhaltigkeit verwenden? Dasselbe gilt für den Begriff Wachstum. Zwar sind wir uns einig, dass wir nicht immer mehr quantitatives Wachstum wollen, sondern ein qualitatives, das die Lebensqualität der Menschen und die Schonung der Umwelt beinhaltet. Doch wie schaffen wir den Umschwung?
  1. Verbraucher und Gesundheit: Wie wollen wir konsumieren und wie können wir unseren Konsum ökologisch und sozial korrekt gestalten? Hier reicht das Spektrum von der Schaffung eines Kleiderlabels, über gesunde Ernährung und einer ganzheitlicheren Medizin bis zum nachhaltigen und sorgfältigen Umgangs mit Daten und Finanzen.
  1. Unternehmen: Wie schaffen wir es, effizient und umweltfreundlich sowie fair gegenüber Arbeitnehmern, Verbrauchern und den Erzeugern und Zulieferern in den Entwicklungsländern zu produzieren? Wie gelingt es, dass Nachhaltigkeit von den Unternehmen nicht nur als Pflicht gesehen wird, einen Bericht vorzulegen, sondern als echter Business-Case. Und was bringen uns neue Geschäftsmodelle, wie z.B. die Share-Economy, die auf dem Teilen von Gütern und Dienstleistungen beruht.
  2. Wohnen und leben: Ganz wichtig ist den Menschen ihr unmittelbares Lebensumfeld in den Städten und Regionen. Stichworte sind die lebenswerte grüne Stadt, der Erhalt lebendiger Dörfer im ländlichen Raum, Breitband- und Ärzteversorgung und altengerechtes Wohnen.
  1. Nachhaltiges Regieren und Verwalten: Sicherheit und Verlässlichkeit sind für fast alle Menschen grundlegend. Das betrifft nicht nur die Sicherheit im polizeilichen Sinne, sondern auch stabile Rahmenbedingungen, die Langfristigkeit von politischen Entscheidungen und solide Haushalte.

Unsere Kommission verfolgt also einen sehr breiten Ansatz, aber das Thema „Lebensqualität und Nachhaltigkeit“ im Sinne von Zukunftschancen für alle erfordert auch ein breites und vernetztes Denken. Gleichwohl gibt es einige Themen, die sich wie ein roter Faden durch dieses Netz ziehen und ein spezieller Auftrag sind.

Digitalisierung ist ein Schlüssel zu Nachhaltigkeit und Lebensqualität

Ein solches Thema ist die Digitalisierung, die – richtig angewandt – sehr hilfreich sein kann, um Lebensqualität zu steigern und Nachhaltigkeit zu sichern. Über smarte Cities sprechen wir schon intensiv. Aber das Thema smarte Regionen ist genauso wichtig für den ländlichen Raum. Das Transportfahrzeug, das passgenau Menschen und Güter auf einem über Datenverarbeitung optimierten Weg abholt und bringt, kann bald Wirklichkeit sein. Eine gute medizinische Versorgung wird sich in Zukunft auch auf die Telemedizin stützen.

Die Digitalisierung unterstützt uns genauso dabei, effizient und nachhaltig zu wirtschaften und zu konsumieren. Sie ermöglicht z.B. die Rückverfolgbarkeit von komplizierten Lieferketten und damit die Kontrolle der sozialen und ökologischen Standards weltweit. Und wenn ein Haushalt bald seinen Energieverbrauch quasi in Echtzeit nachverfolgen kann, dann wird dies zu erheblichen Energieeinsparungen führen.

Voraussetzung für dies alles ist, dass wir den Breitbandausbau vorantreiben, mit Daten nachhaltig umgehen und den Datenschutz gewährleisten. Konzepte dafür in der CDU-Programmatik zu verankern, ist eine der Aufgaben unserer Kommission.

Julia Klöckner (1972) studierte Politikwissenschaftlerin und kath. Theologin, arbeitete nach einem journalistischen Volontariat als Chefredakteurin, zog 2002 für die CDU in den Bundestag ein und wurde 2009 Parlamentarische Staatssekretärin. Seit 2011 führt sie die Partei und Fraktion der CDU Rheinland-Pfalz, seit 2012 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU. In dieser Funktion leitet sie auch die Kommission „Nachhaltig leben – Lebensqualität bewahren. Vorschläge, Kommentare und Anmerkungen dazu sind herzlich willkommen:: nachhaltig-leben@cdu.de.

 

 

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