Kurzmitteilung

Thomas Sternberg neuer ZdK Präsident

Der Sprecher des Herausgeberkreises von kreuz-und-quer.de Thomas Sternberg wurde zum neuen Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gewählt. Der tritt die Nachfolge von Alois Glück an, der ebenfalls kreuz-und-quer.de- Herausgeber ist. 

Thomas Sternberg sagte vor der Abstimmung, für sei der Dialog mit dem Islam besonders wichtig: „Denn solche Dialoge können diejenigen am besten führen, die in ihrem eigenen Glauben fest verwurzelt sind.“ Generell müsse das ZdK sich weiterhin in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten einmischen. Das wolle er künftig noch stärker tun als es bisher der Fall war, sagte der Theologe, der Direktor der katholisch-sozialen Akademie des Bistums Münster ist.

Das ZdK mit Sitz in Bonn gilt als der gesellschaftspolitische Arm des deutschen Katholizismus. Eine der wichtigsten Aufgaben des Zentralkomitees ist die Vorbereitung der Katholikentage. Es äußert sich regelmäßig zu aktuellen Themen wie Bioethik, Sterbehilfe oder wirtschaftsethischen Fragen.

5 Antworten zu “Thomas Sternberg neuer ZdK Präsident

  1. Ein wichtiger Leitsatz, den auch Pater Kentenich, der große Pädagoge
    und Gründer der Schönstattbewegung, beherzigte: Kirche sollte sein in der Zeit und für die Zeit, aber nicht mit! der Zeit. Oder die Unterscheidung zwischen Geist der Zeit (die anerkannten Ergebnisse aller Wissenschaften) und dem Zeitgeist (kurzfristige Modeerscheinungen).
    Übrigens hat dies der damalige Papstberater Ivo Zeiger in seiner Ansprache beim Kathokikentag 1948!! schon angedeutet. Hier der wichtigste Abschnitt: Wir (Deutsche) verlangen nach Belehrung, nach den großen praktischen Anregungen. Wennwir jedoch unser Schirfttumdarauf prüfen, bietet es tiefe Spekulation,weitgreifende Planungen, aber leider allzuviel, was bei der Berührung mit der Lebenspraxis sich als Fata Morgana erweist.

  2. Zum Kommentar von M.Deimel:
    In der sechsjährigen Amtszeit von Alois Glück sah ich mich von dieser katholischen Laienorganisation sehr gut vertreten. Auch unter der Führung seiner Vorgänger hatte ich mit den Stellungnahmen des ZK keine Probleme. Wir haben als Katholiken in Deutschland – und nicht nur hier –
    die Situation, daß zwischen den Äußerungen des Lehramtes in Rom und der Lebenswirklichkeit der Kirchenmitglieder nicht nur unerhebliche Differenzen bestehen. Die Bischöfe sehe ich durch ihren stringenten Amtseid gegenüber dem Papst als sehr befangen und romabhängig an.
    Deshalb ist es gut, daß die Laien ihre unterschiedlichen Auffassungen zum kirchlichen und gesellschaftlichen Leben in einem dem Einfluß von der römischen Kurie weitgehend unabhängigen Gremium einbringen, austauschen und ihre Meinungsbildung artikulieren können.
    Vielen Dank an alle Frauen und Männer, die sich aktuell und seit dem Bestehen des ZK engagiert und mutig einbringen bzw. eingebracht haben.

    • Dann empfehle ich Ihnen das Studium des Katechismus.
      Eine katholische Kirche ohne Rom und ohne das Lehramt
      ist nicht mehr katholisch. Es gibt keine katholische Lehre „light“,
      quasi für den deutschen Sonderweg zurecht gebogen. Das ist ein Trugschluß, der sogar von einigen deutschen Bischöfen propagiert wird.
      Hier noch ein bedenkswerter Satz zur Säkularisierung der römische Kirche
      a la ŹDK:
      “ Ermahnt der Bischof den Priester; “ Aber lieber Herr Pfarrer,
      die Kirche muß doch mit der Zeit gehen“!
      Ja, sagt der Priester; “ sicher die Kirche muß mit der Zeit gehen,
      wenn sie mit der Zeit geht – muß sie bald gehen“!

  3. Man muss mit aller Deutlichkeit feststellen, dass mich das ZDK nicht vertritt.
    (Es gibt inzwischen sogar entsprechende Aufkleber)
    Das ZDK ist in etwa noch so katholisch, wie eine „Fleischwurst“ vegan ist.
    Von diesem Gremium kommen regelmäßig Versuche die katholische Lehre zu relativieren und zu verwässern, im Sinne einer Anbiederung an den Zeitgeist und die derzeitige öffentliche Meinung.
    Daher finde ich es ziemlich anmaßend, das dieses Komitee sich als Vertretung der Katholiken bezeichnet. Im übrigen genauso anmaßend wie
    die ähnlich gelagerte Senioren-Revoluzzer Gruppe „Wir sind die Kirche“.
    Denn diese Gruppe ist ganz bestimmt nicht die „Kirche“!

    • Dass Kirche „zeitgemäß“ sein muss, hat Jesus mit der Aufforderung „warum könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht erkennen?“ klar formuliert.
      Aber was „zeitgemäß“ heißt, ohne sich dem Zeitgeist zu unterwerfen, hat Papst Joh.-Paul in der Einleitung seiner Enzyklika „Sollicitudo rei socialis“ (1987) klar formuliert:

      „So hat sich … ein zeitgemäßes Lehrgebäude gebildet,
      das sich in dem Maße entwickelt,
      wie die Kirche aus der Fülle der von Jesus Christus offenbarten Wahrheit3
      und mit dem Beistand des Heiligen Geistes (vgl. Joh 14,16.26; 16,13-15) die Ereignisse deutet, die sich im Verlauf der Geschichte zutragen.
      Sie sucht auf diese Weise die Menschen dahin zuführen,
      dass sie auch mit Hilfe rationaler Reflexion und wissenschaftlicher Erkenntnis,
      ihrer Berufung als verantwortliche Gestalter des gesellschaftlichen Lebens auf dieser Erde entsprechen.“

      Es braucht also den ständigen Dialog zwischen biblischer Offenbarung und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen!
      Im Bereich „Naturwissenschaften und Glaube“ hat Papst Franziskus mit „Laudato si“ riesige Defizite in kurzer Zeit zum großen Teil beseitigt. Aber die aktualisierte Glaubenslehre steht in den Regalen der Pfarrbüros und im Gottesdienst beten wir weiterhin mittelalterlich!
      Und im Bereich „Psychologie und Glaube“ leben wir kirchlich noch in der Steinzeit. Wer kann die Kirchenleitung dazu bewegen, dass wir auch in der „Welt der Gefühle“ endlich eine zeitgemäße Glaubenslehre bekommen?? – Und dass eine zeitgemäße Glaubenslehre Eingang in die Glaubens- und Gebetskultur der Menschen findet??? Vielleicht nimmt sich das ZdK auch dieses Anliegens an.
      Manfred Hanglberger (Pfarrer und Familientherapeut)

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