Kurzmitteilung

Zwischenbilanz ÖKUMENE JETZT

Vor zwei Wochen wurde der Aufruf ÖKUMENE JETZT veröffentlicht. Lesen Sie eine erste Zwischenbilanz der Diskussion bei kreuz-und-quer.de

Am 5. September 2012 wurde der Aufruf ÖKUMENE JETZT der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Internet haben in den ersten beiden Wochen über 5.000 Menschen den Aufruf namentlich unterzeichnet.

Das Diskussionsforum zum Aufruf ÖKUMENE JETZT bei kreuz-und-quer.de haben in diesen beiden wochen  9.700  Nutzer besucht. Sie haben 334 Kommentare zum Aufruf hinterlassen. Die Hälfte der 151 Kommentatoren hat sich mit mehreren Beiträgen an der Debatte beteiligt. 32 Kommentare konnten wegen persönlicher Beleidigungen und Verunglimpfungen nicht freigeschaltet werden.

68 Kommentatoren haben den Aufruf ÖKUMENE JETZT begrüßt, 62 bewerteten in kritisch und 21 kommentierten neutral. Unterstützer zeichneten ihre Beiträge eher mit Klarnamen, Kritiker eher mit Pseudonymen. Die Mehrzahl der Kritiker beteiligte sich mit mehreren Beiträgen, die Mehrzahl der Unterstützer beließ es bei einem Kommentar.

Inhaltlich äußerte sich etwa die Drittel der Unterstützer skeptisch über die Erfolgsaussichten des Aufrufs. Bei den Kritikern fiel etwa ein Drittel durch besonders fundamentale Kritik auf. Bei den neutralen Kommentaren wurde verschiedentlich bemängelt, dass sich der Ökumene-Aufruf auf die katholische und evangelische Kirche beschränke und die orthodoxe Kirche oder Freikirchen nicht einbeziehe.

9 Antworten zu “Zwischenbilanz ÖKUMENE JETZT

  1. zu S.Riekmanns:
    Vor dem Tribunal der Heiligen Inquisition sich zu verteidigen, diente unter der üblichen Folter wie man weiß, nicht der Wahrheitsfindung. Außerdem ging es um die leibliche Existenz, nicht nur um die berufliche, und das Urteil stand schon vorher fest. Galileo gestand bekanntlich, dass sich die Sonne um die Erde dreht, obwohl er es besser wusste. Also sei Camoludunus froh, wenn er bei Nennung seines Namens nur den Job verliert und anschließend die Chance hat, für etwas Gutes zu arbeiten..

  2. Ich vermisse bisher etwas Wichtiges: Die Unterschiede in den einzelnen Kirchen.
    1) Ich habe sowohl die württembergischen Pietisten kennengelernt als auch die Communität Casteller Ring. Beide gehören zur evangelischen Kirche und sind doch grundverschieden
    2) Innerhalb der kahtolischen Kirche gibt es grundlegende Unterschiede zwischen der lateinischen Kirche und den mit Rom unierten Ostkirchen. Erinnert sei nur an den Zölibat
    Ein weiteres Hindernis ist die im römischen Lehramt fehlende Unterscheidung zwischen Glaubens- und Strukturfragen. Bezüglich der hierarchischen Struktur möchte ich nur auf die hohe Stellung von Jakobus in der Urgemeinde Jerusalems hinweisen. Erst nach der Zerstörung Jerusalems blieb als Hauptort Rom übrig. Wer Bischofsbriefe aus den ersten Jahrhunderten genau liest, wird feststellen, dass diese auf Grund von Verfolgungen weitgehend selbständig blieben. Der Vorrang des Bischofs von Rom dürfte somit erst unter Konstantin entstanden sein, als das Christentum Staatsreligion wurde. Nicht zu vergessen, dass die
    Endredaktion der Evangelien erst nach dem jüdischen Krieg erfolgte.

  3. Der Beitrag von Camoludunus erinnert fatal an die Zeiten der Heiligen Inquisition

    • Mit dem Unterschied, daß man bei der Inquisition immerhin noch die Möglichkeit hatte, sich vor einem Tribunal zu verteidigen und die eigene Position darzulegen. Dieses Privileg haben leider nur wenige Konservative, die aus den Gremien, Institutionen etc. des deutsch-„progressiven“ Katholizismus weggemobbt werden…

  4. Die Tatsache, daß die Kritiker hier eher anonym bleiben wollen, ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, daß viele von uns ganz einfach um unsere Arbeitsplätze/Stipendien etc. fürchten. Denn leider muß man in kirchlichen Diensten/Förderwerken allzu oft die Erfahrung machen, daß zwar das öffentliche Anzweifeln elementarer Glaubensinhalte (ich rede hier gar nicht von den hier diskutierten Subtilitäten wie Transsubstantiation, sondern von Grundpositionen wie: ich glaube an die Unsterblichkeit der Seele) toleriert oder gar als Ausweis eines besonders kritischen Geistes honoriert wird, daß aber ein – vereinfacht gesprochen – „konservatives“ Eintreten für die kirchlichen Lehren schnell zu Mobbing und Ausgrenzung und im schlimmsten Falle eben zum Verlust des kirchlichen Arbeitsplatzes oder Stipendiums führt.

  5. Ich gehöre wohl zu den wenigen Kritikern, die ihren Beitrag unter vollem Namen veröffentlicht haben. Auf meinen Beitrag ging Herr Mertes zwar inhaltlich nicht ein, kritisierte ihn aber hart wegen des Gebrauchs des Konjunktiv Plusquamperfekts. Wie kann man denn so etwas bezeichnen, ohne dass es wegen „Persönlicher Beleidigung“ und „Verunglimpfung“ unter die Zensur fällt?

    • Es nicht erkennbar, wo Pater Mertes Sie beleidigt haben könnte. Seine sachliche Kritik können Sie gerne im ebenso sachlichen Stil erwidern.

      • Ich meine auch nicht, dass Herr Mertes mich beleidigt hat. Ich finde nur zumindest merkwürdig, dass er mich wegen des Gebrauchs des Konjunktiv Plusquamperfekts tadelt, ohne aber auf den Inhalt einzugehen. Das ist vielleicht im Konvent oder in der Schule üblich, aber nicht unter Erwachsenen. Meine Befürchtung war und ist, dass diese meine Reaktion wegen “Persönlicher Beleidigung” und “Verunglimpfung” wieder unter die Zensur fällt.

  6. Ich hatte auch in meiner Kirche Reformen eingefordert. Ich bin da allein auf weiter Flur. Die Neuapostolische Kirche muss hier auch einbezogen werden.

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